Wie aus einem steilen Gelände und einer ungewöhnlichen Parzellenform ein architektonisches Unikat wird: Genau das ist die Geschichte des Einfamilienhaus-Projekts im Kanton St. Gallen des Architekturbüros Skizzenrolle.

Steil fällt das Gelände ab, dazu kommt eine ungewöhnliche Parzellenform: Für Jüge Rüdlinger, Geschäftsführer und Inhaber des Architekturbüros Skizzenrolle in Kirchberg im Kanton St. Gallen, war sofort klar: Dieses Projekt wird eine aussergewöhnliche Herausforderung. Aber natürlich eine, die besonders reizvoll ist.
Viel Fläche und Bezug zur Landschaft
Die Bauherrschaft besass das Grundstück bereits und hatte dafür ein erstes Projekt ausarbeiten lassen. Zufrieden war sie damit allerdings nicht. Erst als Skizzenrolle die Planung übernahm, änderte sich der Blick auf die Parzelle grundlegend. «Das Grundstück hatte drei Hauptmerkmale: das steile Gelände, die anspruchsvolle Parzellenform und die Aussicht auf den Alpstein», so Jüge Rüdlinger. Seine Vision: Ein modernes Einfamilienhaus mit möglichst viel Fläche auf dem Wohngeschoss schaffen und gleichzeitig den Bezug zur Landschaft in den Mittelpunkt zu stellen.
Diese Idee zieht sich durch das gesamte Gebäude. Die Garage befindet sich am höchsten Punkt des Grundstücks. Von dort entwickelt sich der Baukörper hangabwärts. Das eigentliche Untergeschoss wurde versetzt angeordnet. Dies bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Topografie wird optimal ausgenützt und schafft auf dem Wohngeschoss einen überraschend grosszügigen Aussenraum.
Weniger ist mehr
Das Herzstück des Hauses liegt im Wohnbereich. Eine raumhohe Fensterfront öffnet das Wohn- und Esszimmer beinahe vollständig Richtung Alpstein, der markanten Gebirgsgruppe der Appenzeller Alpen. Auch im Innern folgt die Gestaltung einer klaren Ordnung. Im Obergeschoss bildet der Elternbereich mit Schlafzimmer, Ankleide und Bad eine eigenständige Einheit. Im Eingangsbereich setzt dagegen ein verglaster Weinkeller einen überraschenden Akzent. Dieser empfängt Besucherinnen und Besucher bereits beim Betreten des Hauses und verleiht dem Entrée einen speziellen Charakter.
Die Materialisierung unterstreicht den ruhigen Auftritt des Gebäudes und folgt konsequent dem Motto «weniger ist mehr». Aussen prägen Sichtbeton, helle Putzflächen sowie dunkel gehaltene Fenster und Türen das Erscheinungsbild. Im Innern übernimmt Eichenholz die Hauptrolle. Das Riemenparkett zieht sich fast durch das gesamte Haus und findet sich auch in der Garderobe, bei den Badmöbeln, in der Küche, beim Sitzfenster sowie an der freitragenden Treppe wieder.
Architektur
Skizzenrolle


Der komplette Beitrag über das Einfamilienhaus gibt es in der Ausgabe 5/26 vom Magazin DAS EINFAMILIENHAUS zu lesen.
Text: Markus Fässler, Fotos: Skizzenrolle
aus dem Magazin: Das Einfamilienhaus, Zeitschrift Nr. 5/2026