Holzbau – Baufritz

Im Licht der Alpen

Seeblick und Bergsicht – über Jahre hinweg beobachtete der Bauherr die Eigentümerwechsel rund um den See, an dem er gerne leben wollte, immer auf der Suche nach dem richtigen Ort für seine Familie. Dann wurde sein Wohntraum schliesslich wahr.

Die ausgefallene Komposition der Materialien in der Küche zeugt von einem gekonnten und harmonischen Zusammenspiel von Kreativität, Handwerk und individuellem Lebensstil.
Die ausgefallene Komposition der Materialien in der Küche zeugt von einem gekonnten und harmonischen Zusammenspiel von Kreativität, Handwerk und individuellem Lebensstil.
Das Einfamilienhaus mit Seeblick und Bergsicht ist nachhaltig gebaut, wohngesund konzipiert und architektonisch anspruchsvoll umgesetzt.
Das Einfamilienhaus mit Seeblick und Bergsicht ist nachhaltig gebaut, wohngesund konzipiert und architektonisch anspruchsvoll umgesetzt.

Hier am See hatte der Bauherr mit seiner Frau und dem kleinen Sohn immer wieder herrliche Wochenenden verbracht. Als sich schliesslich die Gelegenheit bot, war sie ebenso vielversprechend wie herausfordernd: ein Grundstück in unmittelbarer Seenähe, bebaut mit einem Haus aus den 1920er-Jahren und einem späteren Anbau – jedoch mit gravierenden baulichen Problemen. Setzungsrisse, ein dauerhaft feuchter Kriechkeller, schwieriger Untergrund. Schnell war klar: Dieses Projekt verlangt einen radikalen Neuanfang. Heute steht hier ein Haus, das sich selbstverständlich in seine Umgebung einfügt – und gleichzeitig eine ganz eigene Handschrift trägt.

Ein Grundstück, das Geduld verlangte 
Der Impuls kam aus der Region selbst. Ein ortsansässiger Architekt brachte Baufritz ins Spiel – mit einer klaren Empfehlung. Was folgte, war ein Besuch in der Baufritz-Hausschneiderei, der Eindruck hinterliess. «Aus Kundenerlebnisperspektive unvergleichlich», beschreibt der Familienvater rückblickend den Tag im Baufritz-Bemusterungszentrum am Standort der Hausmanufaktur im Unterallgäu. Die Freiheit, sich Zeit zu nehmen, Materialien zu erleben und das eigene Haus gedanklich bereits zu begehen, überzeugte auf Anhieb. Der Entschluss stand fest: «Wenn wir neu bauen, dann richtig – und mit einem Partner, der genau das ermöglicht.»

Die eigene Linie finden 
Links und rechts klassische Nachbarhäuser, klare Erwartungen an das Erscheinungsbild – und gleichzeitig der Wunsch nach einer eigenständigen, modernen Architektur als neue Interpretation regionaler Baukultur. Hier war Fingerspitzengefühl gefragt.

Das neue Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von rund 440 Quadratmetern fügt sich mit seiner Holzfassade in eleganter Vergrauungslasur harmonisch in die gewachsene Wohnumgebung ein. Dabei fällt die Gestaltung der Fassade mit dem charmanten Mix in der Fassaden-Schalung direkt ins Auge: Sie entsteht aus einer waagrechten Akzent-Schalung auf einer Konterlattung sowie aus Permanentlamellen. Die Lamellenstruktur zieht sich auch über Fensterflächen und die Pfosten-Riegel-Konstruktion im Treppenhaus. Dadurch entsteht nicht nur ein durchgängig luftiges Fassadenbild, sondern auch ein funktionaler Mehrwert als Sicht- und Sonnenschutz. Der etwas zurückversetzte Eingangsbereich wird von einem darüber liegenden Balkon überdacht. Auch auf der Südseite befinden sich Balkone. Der im Obergeschoss reicht über die gesamte Breite des Hauses. Darüber befindet sich mittig ein Balkon im Dachgeschoss, geschützt durch einen grossen Dachvorsprung. 

Bauen auf Sand 
Die grösste Herausforderung lag in den Gegebenheiten des Grundstücks. Denn der Baugrund war sandig, feucht und wenig tragfähig. Die Lösung: eine Pfahlgründung, die das Haus sicher im Boden verankert. Dass dies überhaupt wirtschaftlich und konstruktiv sinnvoll möglich war, ist den statischen Möglichkeiten der Holzrahmenbauweise von Baufritz zuzuschreiben. Sie reduziert das Gewicht des Gebäudes erheblich – ein entscheidender Vorteil in dieser Situation. Denn würde man anders als in dieser leichten Bauweise bauen, kämen beträchtlich höhere Kosten für die Stabilisierung und Verbindung des Hauses mit dem Untergrund hinzu. 

Offen leben 
Hinter der klaren Hülle entfaltet sich ein Haus, das sich planerisch konsequent am Alltag der Familie orientiert. Und sofort wird deutlich, wie sehr das Haus auf Licht und Raumwirkung ausgelegt ist. Die Haustür ist Teil einer grossflächigen Pfosten-Riegel-Konstruktion, die viel Tageslicht in den Eingangsbereich bringt. Hier befinden sich Garderobe, Gäste-WC, Zugang zum Gästezimmer und zur direkt mit dem Haus verbundenen Doppelgarage. Ein Luftraum über dem Eingangsbereich verbindet die fortlaufende Verglasung über beide Ebenen hinweg bis ins Obergeschoss. Dadurch entsteht eine durchgehende Lichtachse, die das Haus prägt. Neben der grosszügigen Podesttreppe sorgt ein Aufzug dafür, dass vom Keller über das Obergeschoss bis unters Dach alle Geschosse komfortabel erreichbar sind – eine Entscheidung, die auch mit Blick auf die Zukunft getroffen wurde. 

Architektur 
Baufritz GmbH & Co. KG

Unter dem Dach haben die Eltern ihr Refugium.
Unter dem Dach haben die Eltern ihr Refugium.
Die Möbel im Essbereich sind eine Kreation des Bauherrn. Er hat sich im Keller eine voll ausgestattete Schreinerwerkstatt eingerichtet, in der er seiner Leidenschaft frönen kann.
Die Möbel im Essbereich sind eine Kreation des Bauherrn. Er hat sich im Keller eine voll ausgestattete Schreinerwerkstatt eingerichtet, in der er seiner Leidenschaft frönen kann.
An das Wohnzimmer grenzt ein Lesezimmer mit gemütlichem Sitzfenster an.
An das Wohnzimmer grenzt ein Lesezimmer mit gemütlichem Sitzfenster an.

Die komplette Reportage ist in der Ausgabe 4/26 vom Magazin DAS EINFAMILIENHAUS zu lesen.

Text: Jutta Metzler, Fotos: Baufritz GmbH
aus dem Magazin: Das Einfamilienhaus, Zeitschrift Nr. 4/2026

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