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Der perfekte Mikrokosmos

Die Bewohner dieses Hauses im Wallis haben sich mit jedem Detail des Baus intensiv auseinandergesetzt. Die Ökologie und ein gutes Raumklima waren ihnen besonders wichtig. Entstanden ist ein exklusives Einfamilienhaus aus Mondholz, das mehr Energie produziert, als die Bewohner brauchen.

Den Strom für den Haushalt, fürs Elektroauto und Elektrovelo liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Projekt ist eines der ersten solaren Direktgewinnhäuser im Kanton Wallis.
Den Strom für den Haushalt, fürs Elektroauto und Elektrovelo liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Projekt ist eines der ersten solaren Direktgewinnhäuser im Kanton Wallis.
Die südliche, der Sonne und Aussicht zugewandte Hälfte ist ein einziger langgezogener Raum.
Die südliche, der Sonne und Aussicht zugewandte Hälfte ist ein einziger langgezogener Raum.
Ausblick über das Rhonetal und die mit Schnee bestäubten Bergspitzen der Drei- und Viertausender.
Ausblick über das Rhonetal und die mit Schnee bestäubten Bergspitzen der Drei- und Viertausender.

Das Dorf Birgisch liegt auf 1100 Metern über Meer, ein Dutzend Postauto-Kehren oberhalb der Stadt Brig im Wallis. Hier hat sich ein Paar seinen perfekten Mikrokosmos geschaffen, der jeden einigermassen umweltbewussten Zeitgenossen vor Neid erblassen lässt. Das Einfamilienhaus kommt ohne Heizsystem aus, ist aus Schweizer Holz gefertigt, verfügt über Wände aus Lehm sowie eine Photovoltaikanlage. Ausserdem ist es von einem grossen Garten mit Apfel-, Birnen-, Feigen-, Nektarinen- und Aprikosenbäumen umgeben, in dem einheimische Tiere von der Schlange über die Smaragdeidechse, die Gottesanbeterin bis zum Igel natürliche Rückzugsorte finden.

Die Sonne als Heizung
Der Holzbau wurde parallel in den Südhang eingefügt und auf der Südseite grosszügig verglast, so dass man von der Küche und vom Wohnzimmer aus das Rhonetal und die mit Schnee bestäubten Bergspitzen der Drei- und Viertausender überblickt. Die intensive Sonneneinstrahlung und reichlich vorhandene Speichermasse sorgen im Sommer und Winter dafür, dass das Haus keine Heiztechnik braucht. Nach ein paar winterlichen Schlechtwettertagen reicht es, den kleinen Stückholzofen im Wohnbereich einzufeuern, um die angenehme Temperatur in den Wohn- und Schlafräumen zu halten. Fürs ganze Jahr braucht das Paar ungefähr ein Ster Holz zum Heizen.

Die Bauherrschaft zog zusammen mit dem jungen Walliser Architekten Daniel Giezendanner alle Register, um ein möglichst autarkes, ökologisches Haus zu bauen. Für Giezendanner war es das erste Haus, das er selbständig plante und realisierte; sein «Gesellenstück» sozusagen, das ihn gleich vor besondere Herausforderungen stellte. Die Bauherrschaft wünschte ein solares Direktgewinnhaus, das ohne High-Tech auskommt und durch ein einfaches Konzept brilliert. Denn viel Technik, sagte sich das Paar, bedeutet in der Regel auch viel graue, versteckte Energie im Herstellungsprozess.

Architektur
Büro+
Daniel Giezendanner
3911 Ried-Brig

Die komplette Reportage ist im Magazin DAS EINFAMILIENHAUS zu lesen. Die Ausgabe 3/2021 lässt sich online bestellen.

Text: Rebekka Haefeli, Fotos: Gaëtan Bally
aus: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 3/2021

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