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Der Schatzmeister

Marc Hubers Herz schlägt für antike Öfen und Kochherde. Anfang dieses Jahres hat der Zürcher die traditionsreiche Firma Perler Ofen in Wabern bei Bern übernommen. Seine Vision ist, das Unternehmen europaweit bekannt zu machen.

«Wir werten die antiken Stücke durch Handwerkskunst auf», sagt Marc Huber, der das Unternehmen Perler Ofen mit neuer Vision führt.
«Wir werten die antiken Stücke durch Handwerkskunst auf», sagt Marc Huber, der das Unternehmen Perler Ofen mit neuer Vision führt.

«Ich zeige Ihnen dann noch die Schatzkammer», sagt Marc Huber mehrmals während des Treffens im Verkaufsraum und macht sein Gegenüber damit ganz schön neugierig. Doch vor dem Gang in die Schatzkammer im Keller dreht sich die Unterhaltung um die Aktualitäten im Geschäft der Perler Ofen GmbH. Huber hat die Firma zu Beginn des Jahres 2021 erworben. Zuvor war er während einer etwas über einjährigen Übergangsphase Geschäftsführer des Betriebes, der heute zehn Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter beschäftigt.

Kunst spielt eine wichtige Rolle
Im Gespräch wird schnell klar, dass Huber mit der Perler Ofen GmbH grosse Pläne verfolgt. Er möchte zur Institution werden, wann immer es in Europa um antike Öfen geht. Sein Ziel ist, Perler über die bestehende Szene der Liebhaber antiker Öfen hinaus bekannt zu machen. Bereits in der jüngeren Vergangenheit scheint er viel Veränderung bewirkt zu haben. Er ist daran, die Firma, die es seit mehr als 35 Jahren gibt, sanft zu modernisieren. Der 43-jährige Inhaber, der eloquent und dynamisch auftritt, ist überzeugt: «In diesem Unternehmen steckt sehr viel Potenzial.»

Marc Huber ist im Zürcher Unterland aufgewachsen. In Wabern bei Bern, wo die Firma in der Nähe der Talstation der Gurten-Bahn domiziliert ist, musste er sich zuerst akklimatisieren. Das fiel ihm nicht sonderlich schwer, denn Huber ist gelernter Hafner. Als professioneller Ofenbauer versteht er etwas vom Handwerk beziehungsweise vom Kunsthandwerk. Und bei Perler Ofen ist viel Kunst mit im Spiel. Das sieht jeder, der sich im Verkaufsraum umschaut.

Wertvolle Unikate
Hier stehen sorgfältig restaurierte und gekonnt bemalte Kachelöfen, erneuerte antike Kochherde und schmucke, verzierte Kohleöfen aus Gusseisen. Der grösste Teil der Öfen im Angebot ist über hundert Jahre alt. Während sogenannte Gestell-Kachelöfen ab den 1920er Jahren industriell gefertigt wurden, sind unter den sogenannt gesetzten Kachelöfen wertvolle Unikate mit Baujahr 1700 bis 1900 oder älter.

Antike Öfen waren schon das Kerngeschäft von Perler Ofen, als die Firma Mitte der achtziger Jahre von Daniel Perler und Andreas Suter gegründet worden war. Die beiden spezialisierten sich mit ihrem Unternehmen auf das Restaurieren antiker Öfen und Kochherde. Die Installation vor Ort überliessen sie Partnerbetrieben. Huber hat nun einige Veränderungen eingeleitet. Dazu gehört, dass er Dienstleistungen von A bis Z anbietet. Das heisst, dass die Mitarbeitenden die Öfen nicht nur restaurieren, sondern diese auch persönlich ausliefern und montieren. «Unsere Leute sind mit sehr viel Herzblut dabei», sagt Huber.

Perler Ofen
3084 Wabern bei Bern

Das komplette Portrait ist im Magazin DAS EINFAMILIENHAUS zu lesen. Die Ausgabe 5/21 lässt sich hier online bestellen.

Text: Rebekka Haefeli , Fotos: Gaëtan Bally
aus: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 5/2021

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