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Daniel Düsen­trieb des Ofenbaus

«Ich habe fast zu viele Ideen», sagt Benjamin Zweifel, der Ofenbauer aus Leidenschaft. Der fünffache Familienvater sprüht vor Kreativität und ist ein passionierter Sammler. Mit seinen einmaligen, originellen Öfen hat er schon verschiedene Preise gewonnen.

Benjamin Zweifel hat mit seinen originellen Öfen schon mehrere Preise gewonnen.
Benjamin Zweifel hat mit seinen originellen Öfen schon mehrere Preise gewonnen.

Feuer ist sein Kerngeschäft. Vor vierzehn Jahren hat sich Benjamin Zweifel an seinem Wohnort Wiedlisbach im Kanton Bern selbständig gemacht. Seither baut er Öfen unterschiedlichster Art; solche aus traditionellen Kacheln, aber auch spezielle eigene Krea­tionen aus Materialien, die ihm auf seinen Streifzügen zufliegen. Zweifel ist ein passionierter Besucher von Brocantes. Wann immer es seine Arbeit zulässt, besucht er Sammlermärkte oder Brockenhäuser.

Der Ofenbauer Benjamin Zweifel ist ein spontaner Mensch mit vielen Ideen, der sich von Vintage-Gegenständen, aber auch im Alltag inspirieren lässt. Er sagt selber: «Ich bin ein Jäger und Sammler.» Von der Richtigkeit dieser Aussage zeugt seine Werkstatt. Diese befindet sich gleich neben dem umgebauten Bauernhaus im historischen Städtchen von Wiedlisbach, wo Zweifel mit seiner Frau und den fünf Kindern wohnt. Drei Stockwerke umfasst der ehemalige Heuboden, der zu einer Werkstatt mit einem Lager umfunktioniert wurde. Zweifel hat die Räume mit diversen Holzregalen bestückt. Auf und neben diesen Gestellen finden sich nun die Schätze, die er bei seinen Brocante-Besuchen erstanden hat.

Vielseitige Kreativität
«Mich interessiert alles, was authentisch ist, Patina aufweist und Geschichte hat», sagt Zweifel. So führt er uns voller Begeisterung durch sein Lager, das Einzelteile eines Barock-Cheminées aus einem Schloss in Frankreich, Dutzende von alten Grammophon-Trichtern, Gusseisenfüsse für Tische, einen gehauenen Schüttstein aus Jurasandstein, aber auch spielerische Dinge wie einen Feuerzeugautomaten umfasst. Aus den gebrauchten Grammophon-Trichtern möchte er Lampen konstruieren. Von vielen anderen Sachen weiss er noch nicht, wozu er sie einmal wird brauchen können.

Für seine Öfen hat der 37-jährige Zweifel an der Gartenbauausstellung Giardina in den vergangenen Jahren verschiedene Preise gewonnen. Zweimal erhielt er den Silver Award, einmal den Gold Award, und an der IHS in Frankfurt konnte er den Sonderpreis für Kreativität für eine fahrbare Feuerstelle entgegennehmen. Das erfüllt ihn verständlicherweise mit Stolz, und seine Neugier treibt ihn immer weiter an. «Ich muss meine kreative Ader ausleben können», sagt er. «Es ist schön, wenn man Wertschätzung spürt für das, was man leistet.»

Traditionelles Hafner-Handwerk
Fünf Autominuten von seinem Wohnort entfernt, in Wangen an der Aare, hat der Ofenbauer vor einiger Zeit einen Showroom eröffnet. Hier präsentiert er nicht nur seine eigenen Kreationen, sondern auch Öfen der Marke Tiba, darunter die in Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern beliebten Schwedenöfen. Für die Zusammenarbeit ist Zweifel dankbar, denn sie ermöglicht ihm eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. Auch der Showroom trägt die eindeutige Handschrift von Zweifel. Ins Auge sticht sofort ein grosser Ofen in der Form einer Rakete, den er aus dem Tank eines Schweizer Kampfflugzeugs gefertigt hat.

Zweifel Ofenbau

Das gesamte Portrait über den Ofenbauer Benjamin Zweifel können Sie im Magazin DAS EINFAMILIENHAUS lesen. Die Ausgabe 6/20 lässt sich hier online bestellen.

Text: Rebekka Haefeli, Fotos: Gaëtan Bally
aus: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 6/2020

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