Vor Ort bei der Marmobisa AG

Bad- und Wellnesseinrichtung: 40 Jahre im Trend

Mit Ausstellungen in Cham, Ittigen und Ebersecken ist die Firma Marmobisa AG in der Deutschschweiz gut vertreten. Ihre Spezialitäten sind Bad- und Wellnesseinrichtungen, passende Wand- und Bodenbeläge für innen und aussen sowie individuelle Lösungen. Dieses Jahr wird das 40. Jubiläum gefeiert.

Edle Naturstein- und Keramikplatten, freistehende ovale Badewannen, Waschtische und Armaturen für jeden Geschmack können in den Marmobisa-Ausstellungen begutachtet werden.
Edle Naturstein- und Keramikplatten, freistehende ovale Badewannen, Waschtische und Armaturen für jeden Geschmack können in den Marmobisa-Ausstellungen begutachtet werden.
«Wichtig ist doch, dass die Kundschaft alles genau anschauen, berühren und ausprobieren kann», so René Bircher. Wie hier bei der Sauna können die Besucher die Produkte und ihre Materialien direkt in Augenschein nehmen.
«Wichtig ist doch, dass die Kundschaft alles genau anschauen, berühren und ausprobieren kann», so René Bircher. Wie hier bei der Sauna können die Besucher die Produkte und ihre Materialien direkt in Augenschein nehmen.
«Wir gehen immer einen Schritt weiter und bieten für jedes Bedürfnis die passende Lösung.». sagt René Bircher.
«Wir gehen immer einen Schritt weiter und bieten für jedes Bedürfnis die passende Lösung.». sagt René Bircher.

Es riecht fein und dezent wie im Fünfsternehotel, und im Hintergrund läuft leise Musik aus dem Radio. Fast ist man versucht, die Schuhe auszuziehen, um auf dem glänzenden Boden keine Spuren zu hinterlassen. Am Standort Cham betreibt Marmobisa eine 3500 Quadratmeter grosse Ausstellung, die sich über vier weitläufige Stockwerke erstreckt. Eine grosszügige Rampe führt einen rundherum immer höher, sodass man den hell beleuchteten Showroom nie aus dem Blick verliert.

Drei Brüder sind die Chefs 
Edle Naturstein- und Keramikplatten, freistehende ovale Badewannen, Waschtische in allen möglichen Materialien, Farben und Ausführungen sowie Armaturen für jeden Geschmack gibt es zum Beispiel hier zu sehen. Im obersten Geschoss zeigt die italienische Marke Antoniolupi in Kooperation mit Marmobisa einen Querschnitt durch ihre Kollektion. Cham im Kanton Zug ist nur einer von drei Marmobisa-Standorten. Der Hauptsitz mit dem Lager und der Werkstatt befindet sich im ländlichen Ebersecken im Kanton Luzern. 

In Stansstad in der Innerschweiz wurde das Unternehmen im Jahr 1986 gegründet. Der Platz wurde dort allerdings rasch knapp, und so zog man nach Ebersecken. Als «dynamisches Familienunternehmen» präsentiert sich die Firma auf ihrer Website, wobei im Hintergrund auch Tradition und Zusammenhalt stark verankert sind. Geführt wird die Firma heute von den drei Brüdern Patrik, René und Daniel Bircher zusammen mit ihrer Mutter Silvia, die seit dem ersten Tag dabei ist. 

Design-Affinität 
René Bircher betont beim Rundgang in Cham, sie seien ein starkes Team und ergänzten sich perfekt. Während er selbst hauptsächlich für den Sanitärbereich zuständig ist, betreut sein Bruder Daniel Bircher die Sparte Boden- und Wandbeläge. Patrik Bircher verantwortet vor allem die Manufaktur, die Werkstatt. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeitende mit unterschiedlichen Aufgaben und Berufen – von der Montageequipe über das Beratungsteam bis zu den Zuständigen für Einkauf, Auftragsabwicklung und Verrechnung. 

Von sich selbst erzählt René Bircher, er besitze eine starke Affinität zu Design, die er mit einigen Mitarbeitenden aus dem Wohnberatungsteam teile. «Unser Ziel ist es, etwas Spezielles und besonders Stimmiges anzubieten.» Da er wie seine Brüder auch in der Beratung tätig sei, bleibe er in Kontakt mit den Kundinnen und Kunden, sodass er spüre, wo die Trends liegen. «Wichtig ist doch, dass die Kundschaft alles genau anschauen, berühren und ausprobieren kann.» 

Bircher zeigt ein Beispiel. Er nähert sich auf dem Rundgang durch die Ausstellung einem speziellen Waschbecken aus Naturstein, öffnet den Wasserhahn, greift zur Seife und wäscht sich die Hände. Gleichzeitig kommentiert er die filigrane Verarbeitung der Armatur sowie die smarte Konstruktion und Form des Naturstein-Waschbeckens, die das Wasser sanft ablaufen lässt. «Wir gehen immer einen Schritt weiter und bieten für jedes Bedürfnis die passende Lösung an», erklärt er. 

Natursteine aus der ganzen Welt 
Wer sich Zeit nimmt, die ganze, weitläufige Ausstellung zu besichtigen, da und dort stehen zu bleiben und genauer hinzuschauen, kann Details entdecken und sich inspirieren lassen. Neben unzähligen Kojen, in denen Badewannen, Duschen, Waschbecken, aber auch Dampfbäder und Saunen präsentiert werden, finden sich zahlreiche Musterflächen. Der Schwerpunkt liegt auf Naturstein und Keramik. «Natursteine beziehen wir aus der ganzen Welt», erläutert René Bircher. «Die meisten werden in Ländern wie Brasilien, Kanada, den USA und Italien abgebaut. Es gibt aber auch welche aus der Schweiz.» 

In einem Raum mit grossflächigen Mustern lässt sich das Licht dimmen und von warm auf kalt umstellen: Hier wird auf einen Blick klar, wie zentral die Rolle der Beleuchtung ist, wenn es darum geht, Naturstein oder Keramik wirkungsvoll zu inszenieren. «Egal, für welches Material man sich entscheidet: Wichtig ist die Beratung», sagt Bircher. «Sowohl Naturstein als auch Keramik haben Vor-, aber auch Nachteile.» Im Gespräch versuchten die Beraterinnen und Berater, bei der Kundschaft «den Puls zu fühlen» und sie darin zu unterstützen, die individuell beste Wahl für ihre Ansprüche zu treffen. 

Hochwertiges Holz 
Marmobisa arbeitet im Bereich von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen genauso wie im Objektbau. Partner sind Architekten, Generalunternehmer und im direkten Kontakt auch Bauherrschaften. Einen klaren Fokus legt das Unternehmen laut Bircher auch auf die Zusammenarbeit mit spezialisierten Handwerkern wie Sanitären, Boden- und Plattenlegern. «Wenn die Materialien sauber verlegt und verarbeitet werden, hat man lange Freude daran», hält er fest. 

Auf die Frage, wo er die grössten Unterschiede zwischen Marmobisa und den Mitbewerbern sieht, antwortet René Bircher: «Wir sind familiärer. Bei uns ist man nicht nur eine Nummer. Wir nehmen uns mehr Zeit für die Beratung.» Dazu passt, erzählt er, dass manche Kundinnen und Kunden direkt ins Holzlager nach Ebersecken kämen, um rohe Bretter auszuwählen, die beispielsweise zu Waschtischen oder Ablagen verarbeitet würden. Beim Holz handelt es sich laut Bircher um «Mondholz» oder um Holz, das am 21. Dezember, am kürzesten Tag des Jahres, geschlagen wird. Dieses gilt als besonders hochwertig und beständig. «Ich gehe davor selber in den Wald und wähle die vom Förster angezeichneten Bäume aus, die mir zusagen», erzählt er. In der Manufaktur verarbeitet würden hauptsächlich Nussbaum und Eiche – dies allerdings erst nach einer Trocknungszeit von vier bis fünf Jahren. 

Für Familienunternehmen in der Schweiz sind vier Jahrzehnte Firmengeschichte eine ansehnliche Leistung. Dies soll gefeiert werden – mit Partnern und mit der Kundschaft, die dem Unternehmen seit vielen Jahren verbunden ist.

Marmobisa AG

Becken aus Granit haben eine angenehme Haptik. Die Kombination aus Stein, massivem Holz und kupferfarbenen Armaturen bringt eine zeitlose Eleganz in jedes Bad.
Becken aus Granit haben eine angenehme Haptik. Die Kombination aus Stein, massivem Holz und kupferfarbenen Armaturen bringt eine zeitlose Eleganz in jedes Bad.
«Natursteine beziehen wir aus der ganzen Welt», so der Mitinhaber von Marmobisa. «Es gibt aber auch welche aus der Schweiz.»
«Natursteine beziehen wir aus der ganzen Welt», so der Mitinhaber von Marmobisa. «Es gibt aber auch welche aus der Schweiz.»

Mehr Inspirationen rund um die Themen Bauen, Wohnen, Haus und Garten gibt es in der Ausgabe 2/26 vom Magazin DAS EINFAMILIENHAUS.

Text: Rebekka Haefeli, Fotos: Gaëtan Bally
aus dem Magazin: Das Einfamilienhaus, Zeitschrift Nr. 2/2026

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