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Der Zeit voraus: Dialoggarer

Mit dem «Dialoggarer» bringt Miele ein Gerät auf den Markt, das mit einer für die Küche völlig neuen Technologie arbeitet. Der Premium-Anbieter dokumentiert damit seine führende Stellung, sagt Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter der Miele AG.

 
 
Der «Dialoggarer» gart schneller, präziser, gleichmässiger als herkömmliche Backöfen. Er arbeitet mit elektromagnetischen Wellen, die den Garprozess in Gang setzen. Ist zusätzlich Bräunung gewünscht, wird das Verfahren mit konventionellen Betriebsarten kombiniert. In der Schweiz ab Herbst 2018 auf dem Markt. Miele.
Der «Dialoggarer» gart schneller, präziser, gleichmässiger als herkömmliche Backöfen. Er arbeitet mit elektromagnetischen Wellen, die den Garprozess in Gang setzen. Ist zusätzlich Bräunung gewünscht, wird das Verfahren mit konventionellen Betriebsarten kombiniert. In der Schweiz ab Herbst 2018 auf dem Markt. Miele.
 
 
Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Miele mit Sitz in Gütersloh/Deutschland, ist ein Urenkel des gleichnamigen Mitbegründers Reinhard Zinkann.
Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Miele mit Sitz in Gütersloh/Deutschland, ist ein Urenkel des gleichnamigen Mitbegründers Reinhard Zinkann.

Schneller, vielseitiger, revolutionär: Der Miele «Dialoggarer» arbeitet mit elektromagnetischen Wellen, gart Lebensmittel gleichmässiger und deutlich schneller als die üblichen Backöfen. Herr Zinkann, wie kam es zu dieser Entwicklung?
Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter der Miele AG: Die Geschichte hört sich vielleicht merkwürdig an, aber sie ist wahr. Wir sind aufmerksam geworden auf die Grundtechnologie über die Organtransplantation. Organe müssen vor der Transplantation transportiert werden, gekühlt. Bevor sie in einen neuen Körper eingesetzt werden, müssen sie in möglichst kurzer Zeit 100% gleichmässig und schonend auf Körpertemperatur gebracht werden. Wir haben uns gesagt, was in der Medizin möglich ist, muss eigentlich auch fürs Kochen möglich sein und haben dann etwa sechs Jahre lang sehr intensiv daran gearbeitet, diese Technik auch für die Küche nutzbar zu machen. So lange, weil wir zum Beispiel herausfinden mussten, wie viele Sender und Empfänger wir einbauen müssen, zwei, drei oder vier – jetzt sind es zwei. Eine zweite Herausforderung war, herauszufinden, wie sich verschiedene Lebensmittel in der selben Zeit «auf den Punkt» garen lassen.

Was für eine Zielgruppe haben Sie im Visier, Spitzenköche, Feinschmecker, Wissenschaftsfreaks?
Reinhard Zinkann: Mit dem Dialoggarer richten wir uns vor allem an ambitionierte Geniesser, die zu Hause mit Leidenschaft kochen. Spass haben am Experimentieren und das Besondere wollen, gerne mit Geling-Garantie. Obwohl der Dialoggarer ein Haushaltsgerät ist, sind Profis vom Gerät fasziniert. Inhaber von Kochschulen zum Beispiel. Sie könnten mit dem Dialoggarer in kürzerer Zeit professionelle Ergebnisse erzielen. Zum Beispiel das Soufflé, die hohe Schule der Kochkunst. Und natürlich gibt es auch noch diejenigen, die sich für innovative Technologie begeistern, bis hin zu echten Wissenschaftsfreaks, die mit dem Dialoggarer für ihre Küche liebäugeln.

Denken Sie, diese Technologie wird sich verbreiten, auch bei den Mitbewerbern, wie der Steamer, oder bleibt es ein High-End Gerät?
Reinhard Zinkann: Ich glaube, dass es im Augenblick noch ein High-End-Gerät ist. Der Dialoggarer ist eine ganz neue Gerätekategorie. Mit der Technik werden sich auch unsere Wettbewerber beschäftigen, wobei wir sehr vieles patentrechtlich abgesichert haben. Darüber hinaus aber glaube ich, dass die Technologie irgendwann deutlich günstiger werden wird und dann auch eine breitere Zielgruppe anspricht, weil die Vorteile so auf der Hand liegen und überzeugen, und damit möglicherweise eine ähnliche Entwicklung nehmen wird wie der Dampfgarer. Wegen der technischen Hürden allerdings deutlich langsamer.
Wir haben es mit dem Gerät nicht auf einen kurzfristigen kommerziellen Erfolg abgesehen. Einmal mehr haben wir unter Beweis gestellt, dass wir Technologieführer sind in unserer Branche. Als wir 1929 die erste Spülmaschine in Europa vorgestellt haben, kannte so etwas keiner. Es war direkt nach dem Schwarzen Freitag, keiner konnte es sich leisten, und jeder dachte, es mache sein Porzellan kaputt. Entsprechend war auch das viele Jahre lang kein kommerzieller Erfolg. Ich könnte Ihnen aus unserer Unternehmensgeschichte weitere Beispiele nennen, wo wir Produkte entwickelt haben, die der Zeit voraus waren, die aber irgendwann im Markt ihren Platz hatten.
Wenn Sie ein Premium-Anbieter sind, dann gehört neben der Qualität immer auch die Technologie dazu. Man muss bestimmte Plätze besetzen, selbst wenn man weiss, dass es kurz- oder mittelfristig kein finanzieller Erfolg wird. Als Familienunternehmen haben wir die Chance, langfristig zu denken, weil wir eben nicht Dritte involviert hatten, weder Banken noch die Börse noch sonst jemanden.

 
 
Einladung zum Experimentieren: Die «Miele@mobile»-App bietet Zubereitungsvideos und Einkaufslisten, und sie kann die Zubereitungsparameter eines Rezepts direkt auf das Gerät übertragen. Miele.
Einladung zum Experimentieren: Die «Miele@mobile»-App bietet Zubereitungsvideos und Einkaufslisten, und sie kann die Zubereitungsparameter eines Rezepts direkt auf das Gerät übertragen. Miele.
 
 

Miele ist führender Anbieter von Premium-Hausgeräten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit gut 19 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen befindet sich seit der Gründung im Jahr 1899 im Besitz der Familien Miele und Zinkann.


Interview: Christine Vollmer
aus: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 3/2018

Bezugsquelle:
Miele AG
8957 Spreitenbach
Tel. 0800 800 222
www.miele.ch

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