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Ein Feuerring für Kunst auf kulinarisch

Bei dieser Skulptur geht es um die Wurst – und natürlich auch um all die anderen kulinarischen Genüsse, die sich am offenen Feuer zubereiten lassen. Von der Crevette über die Banane bis hin zum knusprigen Brotfladen lässt sich auf der heissen Stahlfläche alles zubereiten. Und das gelingt wohlgemerkt auch in gemütlicher Runde zum Mitmachen.

Der Stahlplastiker Andreas Reichlin beim Verschleifen der Nahtstelle am Feuerring.
Der Stahlplastiker Andreas Reichlin beim Verschleifen der Nahtstelle am Feuerring.

Alles begann damit, dass der Stahlplastiker Andreas Reichlin Gegrilltes zu seinem Leidwesen schlecht vertrug. Daraus entstand die Idee, auf neue Art über offenem Feuer Speisen zuzubereiten. So entwickelte er diese raffinierte Stahlskulptur mit Mehrfachnutzen. Der Feuerring kann als reine Feuerschale oder als Grill betrieben werden. Er hat auf seiner Oberfläche verschiedene Temperaturzonen zu bieten. Nah’ am Feuer wird scharf angebraten, weiter draussen eher gegart. Austretendes Fett fliesst nach innen ab, was das Grillgut bekömmlicher macht, da es nicht durch Rückstände von verbranntem Fett belastet wird. Anders als üblicherweise beim Grillieren muss hier nicht die Glut abgewartet werden, sondern man kann jederzeit am flackernden Feuer kochen, sobald die Stahlplatte heiss ist – und das ist bei allen Modellen bereits nach rund 30 Minuten der Fall.

Das bodennah lodernde Feuer schafft ein archaisches Ambiente, das einen unwillkürlich in seinen Bann schlägt. Die ursprüngliche, harmonische Form des Feuerrings kommt durch das Wechselspiel von Rost und schwarzem Stahl besonders gut zur Geltung. Ein unterlegter Stahlreif ermöglicht es, das gerundete Objekt – vergleichbar mit einem Kugelgelenk – auch auf unebenem Terrain gut zu nivellieren.

Praktische Punkte
Nach der Nutzung der Grillfläche lässt diese sich ganz einfach mit einem langstieligen Spachtel und einem Stahlbesen reinigen. Kurz mit Speiseöl abgerieben ist der Ring vor Rost geschützt und wieder bereit für die nächste Grillrunde.

Der Feuerring wird aufliegend auf einem Stahlreif idealerweise in einem Kiesbett versetzt. Regenwasser kann durch das dafür vorgesehene Loch im Boden der Schale ablaufen. Anfallende Asche kann nötigenfalls mithilfe einer Schaufel aus der Schale entfernt oder einfach mit dem Wasserschlauch ausgespült werden. Sollte die Grillfläche infolge seltener Nutzung einmal Rost angesetzt haben, lässt sich dieser mit den genannten Mitteln innert kürzester Zeit entfernen. Übrigens beschränkt sich die Nutzung des Feuerrings nicht auf den Sommer. Das ganze Jahr über, vor allem im Winter, lässt sich allein oder in Gesellschaft das wärmende Element Feuer sowie allerlei kulinarische Gaumenfreuden geniessen.

 
 
 Das gewichtige Werkstück korrekt einzuspannen erfordert handwerkliches Geschick und wohl auch etwas Muskelkraft.
Das gewichtige Werkstück korrekt einzuspannen erfordert handwerkliches Geschick und wohl auch etwas Muskelkraft.
Der vollendete Feuerring bekommt seine erste Ölung.
Der vollendete Feuerring bekommt seine erste Ölung.
Das Kunstobjekt erlaubt kulinarische Experimente jeglicher Art.
Das Kunstobjekt erlaubt kulinarische Experimente jeglicher Art.
 Braten, rösten, garen – all das lässt sich auf dem Feuerring machen. Ein Blick auf die vollendete Kantenverarbeitung verrät, dass ein Könner am Werk war.
Braten, rösten, garen – all das lässt sich auf dem Feuerring machen. Ein Blick auf die vollendete Kantenverarbeitung verrät, dass ein Könner am Werk war.
 
 
 Das gewichtige Werkstück korrekt einzuspannen erfordert handwerkliches Geschick und wohl auch etwas Muskelkraft.
Das gewichtige Werkstück korrekt einzuspannen erfordert handwerkliches Geschick und wohl auch etwas Muskelkraft.
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Der vollendete Feuerring bekommt seine erste Ölung.
Der vollendete Feuerring bekommt seine erste Ölung.
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Das Kunstobjekt erlaubt kulinarische Experimente jeglicher Art.
Das Kunstobjekt erlaubt kulinarische Experimente jeglicher Art.
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 Braten, rösten, garen – all das lässt sich auf dem Feuerring machen. Ein Blick auf die vollendete Kantenverarbeitung verrät, dass ein Könner am Werk war.
Braten, rösten, garen – all das lässt sich auf dem Feuerring machen. Ein Blick auf die vollendete Kantenverarbeitung verrät, dass ein Könner am Werk war.
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Form ohne Grenzen
Der Feuerring setzt sich aus der Schale, (bei den höheren Modellen zusätzlich einer Innenschale, damit das Feuer auf gut sichtbarer Höhe ist) und dem Ring zusammen. Die tiefgezogene Stahlschale wird entlang der Kante mit dem breiten Ring exakt verschweisst. Früher musste Andreas Reichlin die Schalen in Deutschland herstellen lassen, da es in der Schweiz keinen Betrieb gab, der ihn hätte beliefern können. Inzwischen ist er aber fündig geworden und kann so die gesuchte Qualität auch ohne lange Transportwege anbieten.

Der Feuerring ist in verschiedenen Ausführungen zu haben. Die Standardgrössen weisen einen Durchmesser von 100, 110 oder 120 Zentimeter auf. Die Modelle der Feuerringlinie «Luna» sind in den Höhen zwischen 40, 50 und 60 Zentimeter zu haben. Individuelle (grössere) Modelle sind möglich. Unter einem Meter Durchmesser verliert der Feuerring an Wirkung. Wer Grösseres vorhat, sich nicht tief bücken mag und dem das Rundumsitzen in geselliger Runde nicht vorrangig ist, sollte sich das Modell «Gastro» genauer ansehen. Allerdings bedarf es eines angemessenen Platzes, um das imposante Gefäss gut zur Geltung zu bringen. Ein Feuerring in passender Grösse ist ein sinnlich-ästhetisches Kunstobjekt, das seine Wirkung ebenso auf einer Terrasse wie in einem Garten zu entfalten vermag. Neben all den praktischen Vorzügen ist der Feuerring zu jeder Zeit schön anzusehen – auch wenn gerade kein Feuer darin lodert – und das kann man nicht von jedem Grillgerät behaupten.


Text: Esther Kall, Fotos: Feuerring GmbH
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 2-2012

Bezugsquelle:
Feuerring GmbH
Tieftalweg 3
6405 Immensee
Telefon 041 850 70 58
www.feuerring.ch