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Gestern Energieschleudern – heute Kraftwerke

Immer häufiger heisst das Ziel bei Neubauten oder Sanierungen: Das Haus soll mehr Energie produzieren als verbrauchen. Die sogenannten Plusenergiehäuser leisten einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf den Ausstieg aus der Atomenergie. Jedes Jahr wird an solch vorbildliche Bauten der Schweizer Solarpreis verliehen – hier eine Auswahl der Geehrten.

 
 

Schrittweise zum Ziel

Auch kleine Schritte können zum Erfolg führen.zoom

Das Einfamilienhaus in Giebenach beweist, dass auch eine etappenweise Erneuerung zum Ziel führen kann. Dank der Photovoltaikanlage wurde aus dem 19-Liter-Haus ein Plusenergiebau. Schon vor der Installation der PV-Anlage wurden schrittweise energietechnische Verbesserungen realisiert. Neben dem Einbau eines Regenwasserspeichers wurden die Fenster ersetzt sowie eine Erdsonden-Wärmepumpe installiert.

 
 

Eliminierte Energiefresser in Horgen

Die energetische Sanierung des 1950 errichteten Einfamilienhauses führte zu einer drastischen Senkung des Energiebedarfs. Neben der Isolation des Hauses wurde gleichzeitig eine Photovoltaikanlage installiert – seither wird der Gesamtenergieverbrauch zu 108 Prozent gedeckt. Mit dem Solarstrom wird die Wärmepumpe, welche die energiefressende Elektrospeicherheizung ersetzt, emissionsfrei betrieben. Die Elektrospeicherheizung frass 24'750 kWh pro Jahr, heute beträgt der Gesamtenergiebedarf noch 5040 kWh.

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Der Weg hin zum Kraftwerk

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Vor der Renovation benötigte das Brienzer Einfamilienhaus 48'000 kWh/a. Nach der Sanierung zum Minergie-P-Gebäude sind es noch 12'930 kWh/a. Zuerst wurde die Gebäudehülle gedämmt, schliesslich thermische Sonnenkollektoren sowie monokristalline Photovoltaikmodule installiert. In einem dritten Schritt wurden eine Luft-Wasser-Wärmpumpe installiert sowie die alten Elektrogeräte und Leuchtmittel durch energieeffizientere ersetzt.

 
 

Auch kleine Anlagen haben ihre Wirkung

Da statt einer ganzflächig integrierten Photovoltaikanlage von der Behörde nur eine kleinere Fläche bewilligt wurde, entschied sich der Bauherr für leistungsstärkere monokristalline Solarzellen. Dank Wärmedämmung, effizienter Haushaltgeräte, einer Wärmepumpe und den genannten leistungsstarken Photovoltaikmodulen entsteht trotz des Betriebs des Elektroautos ein solarer Energieüberschuss. Dieser wird ins Netz eingespiesen.

Auch kleine Anlagen wirkenzoom
 
 

Energieüberschuss trotz viel Nebel

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Trotz nebligem Unterseeklima produzieren die zwei neuen Einfamilienhäuser mit ihren Photovoltaikmodulen auf den Dachsüdseiten mehr Energie, als sie für Warmwasser, Heizung und Haushaltsstrom benötigen. Ein Teil der produzierten 15 496 kWh/a treibt die Aussenluft-Wärmepumpe an, die den gesamten Heizungs- und Warmwasserbedarf deckt. Der Stromüberschuss wird ins Netz eingespiesen.


Text: ah/pd, Fotos: Schweizer Solarpreis 2013
aus: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 02/2014

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