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Die perfekte Inszenierung

Svenja Schmidt vertritt als Home Staging-Fachfrau eine in der Schweiz noch junge, aber wachsende Branche. Beim Home Staging werden Wohnungen und Häuser perfekt in Szene gesetzt, um sie rascher und besser zu verkaufen.

Svenja Schmidt macht Home Staging bekannter.zoom
Svenja Schmidt macht Home Staging bekannter.

Home Staging? Das Stichwort lässt die meisten Leute erst einmal ratlos zurück. Home Staging ist ein hierzulande noch weit­gehend unbekannter, in den USA aber bereits bedeutender Wirtschaftszweig, wie Svenja Schmidt ausführt. Die 34-jährige, umtriebige Deutsche war vor drei Jahren nach eigenen Angaben die erste Home Staging-Fachfrau, die sich in der Schweiz selbständig gemacht hat. Sie wohnt und arbeitet im Raum Basel und repräsentiert hier den Dachverband der Home-Staging-Branche für den deutschsprachigen Raum. «Wir werden immer mehr; es ist ein Beruf mit Zukunft», sagt sie. Mittlerweile gebe es in allen Regionen der Schweiz bereits mindestens einen Home Staging-Experten. «Und die Nachfrage nach unserer Dienstleistung wird grösser.»

Der erste Eindruck zählt
Doch wozu braucht es Home Staging? «Wir kommen derzeit vor allem dann zum Zug, wenn sich eine Immobilie lange nicht verkaufen lässt», antwortet Svenja Schmidt. Dann berät sie den Makler oder den Eigentümer, wie er die Wohnung oder das Haus so inszeniert, dass sich bald ein Käufer findet. «Aus Studien weiss man, dass in 90 Prozent aller Fälle der optische Eindruck für einen Immobilienkauf ausschlaggebend ist.» Darum gelte es, diesen wichtigen ersten Eindruck zu perfektionieren.

In der Regel legt Schmidt gleich selbst Hand an, indem sie die Immobilie mit einigen wenigen, gezielt platzierten Stücken möbliert und die Räume ins beste Licht rückt. «Nur die wenigsten Leute sind in der Lage, sich einen leeren Raum mit Einrichtung vorzustellen», sagt sie. «Es geht in erster Linie darum, die Vorzüge eines Hauses zu betonen. Bei einem Wohnzimmer mit grosser Fensterfront will man zum Beispiel, dass der Blick dahin gelenkt wird.» Also stellt sie einige Möbel so, dass sich die Aufmerksamkeit aufs Fenster verlagert. «Der Blick soll so wenig wie möglich vom Wesentlichen abgelenkt werden.»

Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR)
www.dghr-info.ch

 
 

Text: Rebekka Haefeli, Fotos: Gaëtan Bally
Den vollständigen Text gibt es in: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 03/2014

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