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Ein Flaggschiff für den modernen Holzbau

Carte Blanche für Alfredo Häberli: Der Schweizer Designer durfte für Baufritz ein Haus gestalten, ganz wie es ihm gefällt. «Haussicht» wurde Anfang Oktober zum 120-jährigen Bestehen des Allgäuer Ökohaus-Pioniers eröffnet.

 
 
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Manche feiern ihr Jubiläum mit Rückblicken, Baufritz schaut nach vorn: Mit dem Projekt «Haussicht» schenkt sich das Unternehmen, in vierter Generation geführt von Dagmar Fritz-Kramer, spannende Perspektiven für die Zukunft des Holzbaus. «Es war an der Zeit, dem Holzbau ein neues Gesicht zu geben», ist ihre Überzeugung. Das Gebäudeensemble «Haussicht» ist Vision, Showroom und Machbarkeitssstudie in einem. 1:1 wird es so wohl nie verkauft werden. Aber es gibt Inspirationen, und einzelne Elemente sind auch in jedem anderen Bauprojekt umsetzbar. Von den Häberli-Türgriffen über die durchdachten Möbeleinbauten bis zu den raffinierten Schiebeläden gibt es viel zu sehen und zu bestaunen. Was man nicht sieht, aber Teil der Baufritz-Ideologie ist: Das Haus erfüllt alle Ansprüche in Sachen Bauökologie, Wohngesundheit und Nachhaltigkeit. «Haussicht» steht auf dem Firmengelände in Erkheim/Allgäu und ist zur Besichtigung offen.

Designer Alfredo Häberli und seine Auftraggeberin Dagmar Fritz-Kramer.zoom
Designer Alfredo Häberli und seine Auftraggeberin Dagmar Fritz-Kramer.

Aussicht
Wie das visionäre Einfamilienhaus zu seinem Namen kommt, erschliesst sich im Dachgeschoss. In dem Begriff «Haussicht» steckt auch das Wort «Aussicht». Man betritt den Koch-Essbereich und steht gefühlt mit einem Bein im Freien. Denn der knapp 90 Quadratmeter grosse Raum ist dreiseitig nahezu vollverglast, und mit einem Schritt ist man draussen auf der Terrasse, die das Innere weitläufig schwungvoll umrahmt.

Neben der realen Aussicht steht «Haussicht» im übertragenen Sinne für den Blick in die Zukunft, bei dem Baufritz weit über den Tellerrand des gemeinen Hausbaus hinausschaut. Das Highlight im Wohnzimmer ist eine «Media-Koje», die als Hauptmöbel den Raum definiert. Auf einer drehbaren Scheibe mit drei Metern Durchmessern kann man wie im Kino auf verschiedenen Ebenen dem Raum zugewandt sitzen oder sich ganz der Medienwand zuwenden; dank variablem Tisch und unterschiedlichen Sitzgelegenheiten lassen sich flexible Kommunikationssituationen für Bewohner und Gäste schaffen.

Stöckli
Wie von einem Satelliten wird das Haupthaus ergänzt durch ein «Stöckli», dem Schweizer Wort für «Altenteil», das sich Bauern als Ruhesitz errichten, wenn sie ihren Hof an die Kinder weitergeben. Der Holzbau scheint auf seinem runden Betonsockel zu schweben und ist über eine freie Brücke mit dem Haus verbunden. Dank offen gestaltetem Fahrstuhl und fliessend ineinander übergehenden Raumeinheiten hat man hier einen barrierefreien Wohnraum geschaffen. Alternativ lässt sich das «Stöckli» als komfortabler Multifuktionsbau für Heranwachsende, als Büro oder anderswie nutzen.

Bauökologie
Selbstverständlich erfülle «Haussicht» alle Baufritz-Ansprüche in puncto Bauökologie, Wohngesundheit, und Nachhaltigkeit, versichert Dietmar Spitz, Marketingleiter bei Baufritz, «das gilt insbesondere auch für die komplette Ausstattung und Einrichtung des Hauses». Auch würden die hier eingesetzten Wand- und Dachkonstruktionen und so weiter im Sinne der Baufritz-Systembauweise wie üblich in den Werkshallen vorgefertigt und dann vor Ort auf der Baustelle montiert.

Stellt sich zum Schluss noch die Frage, ob ein Ökohaus so gross sein darf. Zwei Antworten dazu: «Natur heisst Fülle, heisst Überfluss», sagt Dagmar Fritz-Kramer, und Alfredo Häberli führt aus: «Hierbei geht es um die Haltung, nicht um die Zahl der Quadratmeter». Was auch bedeutet, dass man das Konzept ebenso gut kleiner umsetzen kann.

Ein Gespräch mit Alfredo Häberli in seinem Atelier gibt es in der nächsten Ausgabe von
DAS EINFAMILIENHAUS. Das Magazin 1/2017 ist ab 2. Februar am Kiosk erhältlich oder online zu bestellen.


Text: Christine Vollmer, PD, Fotos: Baufritz

Bezugsquelle:
Bau-Fritz GmbH & Co. KG
Alpenweg 25
87746 Erkheim
Deutschland
www.baufritz.de

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