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Terrassen im Winter

Eine clever gestaltete Terrasse kann man das ganze Jahr über geniessen – ohne Wintermantel, von der warmen Stube aus.

So hat man das ganze Jahr über etwas von der Terrassenbepflanzung.
So hat man das ganze Jahr über etwas von der Terrassenbepflanzung.
 
 

Der Sommer war wieder viel zu kurz. Zwar kann uns der Herbst noch manch lauen Abend bieten, dann ist aber wieder für ein paar Monate Schluss mit dem Leben unter freiem Himmel. Umso schöner, wenn der persönliche Aussenbereich auch in der kalten Jahreszeit einen stimmigen Anblick bietet. Ein durchdachtes Pflanzkonzept kombiniert Laub abwerfende und immergrüne Pflanzen zu einer auch im Winter belebten Kulisse. Den Hauptsichtachsen aus dem Wohnraum – beispielsweise vom Esstisch oder vom Sofa aus – wird besonderes Augenmerk geschenkt.

Einzelne Pflanzenpersönlichkeiten können mit Warmlicht-LEDs inszeniert und dezent beleuchtet werden. Bei gedimmtem Licht im Innenbereich tritt dann ein stattlicher Charakterbaum aus der winterlichen Abenddämmerung hervor und verleiht dem Wohnraum eine zusätzliche Dimension. So lässt sich die Terrasse eben auch im Winter vom Sofa aus wunderbar geniessen.

Sicht- und Sonnenschutz
Für den «Sommerlook» der Terrasse sollen möglicherweise andere Schwerpunkte vorherrschen. Gilt es beispielsweise, neugierige Blicke vom Platz zum Sonnenbaden fernzuhalten, können hoch wachsende Gräser zum Einsatz kommen. Der Sichtschutz wird nur während der Sommermonate benötigt, im Winter werden die Gräser zu grossen Büscheln zusammengebunden und der Raureif fängt sich malerisch in den Blütenständen. Zeitig im Frühjahr wird bodeneben abgeschnitten. Oder der Schutz vor der Sonne. Was gibt es Schöneres als den heissen Sommertag im kühlenden Schatten eines Baumes zu ge­niessen? Stolze Fächerahorne können Bereiche des Aussenwohnraumes oder eine Fensterfront elegant vom grellen Sonnenlicht abschirmen. Da sie im Winter das Laub abwerfen, dringt das wenige Licht während der dunklen Jahreszeit ungehindert in die Innenräume vor.

Das «Palmenhaus» hat sich als Winterschutz bestens bewährt.zoom
Das «Palmenhaus» hat sich als Winterschutz bestens bewährt.

Winterschutz für Exoten
Der Liegestuhl im Schatten einer Palme weckt unvermittelt Feriengefühle. Sollen exotische Vertreter des Pflanzenreiches zum Einsatz kommen, wollen diese vor Permafrost und Nassschneemengen geschützt werden. Damit die Pflanzen auch in einem harten Winter ihre vollen Blätterkronen be­halten, empfiehlt sich ein stabiler Winterschutz, am besten die bewährten Palmenhäuser. Egal ob im Topf oder im Boden – die Pflanzen werden vor Nässe und eisigen Winden geschützt und kommen vitaler durch den Winter. Selbst in Extremwintern haben die Exoten eine sehr viel bessere Überlebenschance. Freilich wird ein solches Palmenhaus nicht gerade in die Sichtachse vom Esstisch geplant werden – für Liegestuhl und Palme bieten sich meist die eher privaten Bereiche der Terrasse an.

Schlussendlich sind es neben den baulichen Gegebenheiten die Vorlieben und Ansprüche der Bewohner, welche – in ein stim­miges Pflanzkonzept verwoben – den perfekten Aussenwohnraum bilden. Wenn der Gestalter die Wünsche erkannt hat und fach­gerecht umsetzt, entsteht auf Dauer das persönliche Pflanzen­paradies direkt am Lebensmittelpunkt.

Die Terrassenausstellung der Silvedes AG, Brütten, im Winter.zoom
Die Terrassenausstellung der Silvedes AG, Brütten, im Winter.
Auch die winterlich verschneite Terrasse hat ihren Reiz.zoom
Auch die winterlich verschneite Terrasse hat ihren Reiz.
 

Text: Tobias Franzke
aus: Das Einfamilienhaus 05/13

Bezugsquelle:
Silvedes AG
8311 Brütten
Tel. 052 355 01 02
www.silvedes.ch