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Einfamilienhaus: Blick nach innen

Besser geht es fast nicht: Wasser als Blickfang, ein konsequentes Materialkonzept und eine klare Zonierung der Räume sind die Charakteristika dieses mondänen Hofhauses am Bodensee.

Der private Aussenraum ist nach innen orientiert.
Der private Aussenraum ist nach innen orientiert.
Der grosse Wohnraum wird durch ein offenes Regal zoniert.
Der grosse Wohnraum wird durch ein offenes Regal zoniert.
In der weissen Wand ist unter anderem ein Wäscheabwurf verborgen.
In der weissen Wand ist unter anderem ein Wäscheabwurf verborgen.

Vorfahren, aussteigen, eintreten: Unter dem breiten Vordach kommt man bei jedem Wetter trockenen Fusses ins Haus. Die Haustüre steht offen, eine vierköpfige Familie ist bereit zum Besuchstermin. Auch die zwei Kinder wollen wissen, was da passiert bei so einer Hausbesichtigung. Lange bleiben sie allerdings nicht, sie finden es mässig interessant: Die Erwachsenen reden und reden… über Dinge, die sie längst wissen. Der Sohn legt sich der Länge nach auf den Fussboden, hört zu, sehr entspannt. Es ist ihm wohl hier, das ist offensichtlich. Und der geölte Eichenholzboden, der sich durchs ganze Haus zieht, wirkt warm und behaglich. Wie man den Architekten gefunden hat? Im Internet. Da waren einige Projekte auf der Homepage, die von der Art her gefielen. Wie es dann weiterging? «Wir hatten eine Liste», erklärt der Bauherr. «Sehr strukturiert», kommentiert der Architekt, Hans Jürg Klein, Mitinhaber der Klein + Müller AG, Kreuzlingen. Schon die erste Skizze des Architekten passte gut. Entweder habe der Architekt sehr gut zugehört, oder man habe einfach in vielem einen sehr ähnlichen Geschmack, ergänzt der Bauherr. «Ein Glück für uns beide», sind sie sich einig.

Pool statt Lilienteich
In der Ausführung gab es nur eine einzige Änderung des ersten Entwurfs. Anstelle eines Lilienteichs entschied man sich, im Innenhof des Hauses einen richtigen Swimmingpool anzulegen. Er bildet das Zentrum des Anwesens, die glänzende Wasserfläche sieht man durch ein bodentiefes Fenster schon vom Entree aus. Das Element Wasser erinnert einerseits an den nahen Bodensee, andererseits an die ferne Heimat der Bauherrin, Neuseeland. Weit weg und doch präsent durch Bilder an den Wänden und Kunstgegenstände im ganzen Haus. Fast wirkt das Haus wie eine Galerie, so gezielt sind hier schöne Gegenstände arrangiert. Dabei gesteht die Bauherrin, dass sie immer noch auf der Suche sei nach den richtigen Kunstgegenständen.

Wie sich der Blick nach innen gestaltet, kann im Magazin Das Einfamilienhaus gelesen werden. Das aktuelle Heft 05/2018 ist am Kiosk erhältlich oder lässt sich hier online bestellen.


Text: Christine Vollmer, Fotos: Rado Varbanov
aus: Das Einfamilienhaus, Heft 5/2018

Architektur
Klein + Müller Architekten AG
Hans Jürg Klein
8280 Kreuzlingen
Tel. 071 677 40 60
www.klein-mueller.ch

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