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Von der Bratpfanne zur Badewanne

Wer sein hundertjähriges Bestehen feiert und es während dieser Zeit mehrfach an die Spitze der Badbranche geschafft hat, hat alles richtig gemacht. Mit freisstehenden Badewannen kam der Durchbruch und mit hochwertigen Duschflächen, Waschtischen und Badewannen ist das Unternehmen nach wie vor erfolgreich. Herzlichen Glückwunsch, Franz Kaldewei!

Neben Badewannen und Duschflächen soll das Angebot an Waschtischen aus Stahlemail zukünftig ausgebaut werden.
Neben Badewannen und Duschflächen soll das Angebot an Waschtischen aus Stahlemail zukünftig ausgebaut werden.
Der Durchbruch gelang dem Unternehmen Ende der 1950er Jahre mit der Herstellung der emaillierten Badewanne aus einem Stück.
Der Durchbruch gelang dem Unternehmen Ende der 1950er Jahre mit der Herstellung der emaillierten Badewanne aus einem Stück.

Alles begann mit Waschwannen und Bratpfannen. Als Franz Kaldewei gleich nach dem ersten Weltkrieg im deutschen Ahlen sein eigenes Unternehmen gründete, waren Artikel aus Stahlemail ein heiss begehrtes Gut. Heute, nach 100 Jahren Firmen- und vier Generationen Familiengeschichte, steht die Marke Kaldewei für hochwertige Duschflächen, Waschtische und Badewannen. Dem Material Stahl­email sind die Westfalen bis heute treu geblieben.

Die Anfänge
Bereits Anfang der 1930er Jahre stieg Kaldewei in den Sanitärmarkt ein und fertigte freistehende Badewannen, die damals noch aus mehreren Teilen zusammengeschweisst wurden. Ein eigenes Emaillierwerk und eine eigene Emailschmelze sorgten dafür, dass Kaldewei alle Produkte, beginnend mit dem Rohmaterial, selbst herstellen konnte. Ende der 1950er Jahre gelang es dem Unternehmen, ein nahtloses Wannenmodell aus einer einzigen Stahlplatine ohne Schweissnähte zu fertigen, was die bis dahin sehr beliebten Gusswannen fast gänzlich vom Markt verdrängte.

Franz Kaldewei leitet das Unternehmen in vierter Generation.
Franz Kaldewei leitet das Unternehmen in vierter Generation.

Neue Techniken
Auch in der Folgezeit gelang es Kaldewei immer wieder, die Branche mit neuen Produktionstechniken zu revolutionieren. In Deutschland war das Unternehmen der erste Industriebetrieb der Sanitärbranche, bei dem in der Serienfertigung Roboter zum Einsatz kamen. Mit Franz Kaldewei, der den gleichen Vornamen wie der Urgrossvater und Firmengründer trägt, steht heute die vierte Generation an der Spitze des Familienunternehmens. «Ich habe grossen Respekt vor den Leistungen meiner Vorgänger. Aus der Vergangenheit lernen, um die Zukunft neu zu gestalten – das ist mein Credo bei der Fortführung des Familienunternehmens», resümiert der Geschäftsführer, der zukünftige Aufgaben vor allem in der fortschreitenden Internationalisierung und Digitalisierung sieht. Was wohl die nächsten 100 Jahre bringen? «Ein Schwerpunkt wird im Ausbau der Waschtisch-Sparte aus Stahlemail liegen.» Alles andere bleibt abzuwarten.

Das Unternehmen Kaldewei beschäftigt rund 700 Mitarbeiter weltweit. Mit dem Portfolio aus über 600 Duschflächen, Waschtischen und Badewannen bietet der Hersteller aufeinander abgestimmte Lösungen für das Projektgeschäft wie auch für private Bauherren an. Der einzige Produktionsstandort befindet sich am Hauptsitz in Ahlen, Nordrheinwestfalen. Weltweit verfügt das Unternehmen über zwölf Vertriebsniederlassungen. Die Schweizer Vertretung ist in Aarau zuhause.


Text: Kirsten Höttermann, PD
aus: Das Einfamilienhaus, Heft 5/2018

Bezugsquelle:
Kaldewei Schweiz GmbH
5000 Aarau
Tel. 062 205 21 00
www.kaldewei.ch

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